• Die Revision der AHV soll die Renten bei steigendem Lebensalter für die Zukunft sichern. Dies durch die Erhöhung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre und einer Erhöhung der Mehrwertsteuer für alle. Obwohl dabei diese Sicherung im Wesentlichen zu Lasten der Frauen ausgetragen wird, wird diese als Gleichstellungsvorlage verkauft. Dass sie das nicht ist, ist offensichtlich und wurde von der SP, den SP Frauen* und auch im Rahmen des Frauenstreiks am 14. Juni  2022 sehr breit und massiv kritisiert.

    Hier noch ein paar zusätzliche Argumente:

    • Wir leben länger und damit ist es doch ganz einleuchtend, dass das Rentenalter erhöht und wir alle länger arbeiten müssen? Das Argument greift viel zu kurz und öffnet Tür und Tor für weiteren Druck auf die Erhöhung des Rentenalters für alle. Und dies ist völliger Unsinn.
    • Über 55 jährige Menschen auf Stellensuche haben es bereits heute schwer bzw. ist es für sie unmöglich, noch eine Stelle zu finden. Dies sogar dann, wenn sie aus einem Bereich kommen, wo ein sogenannter Fachkräftemangel, wie bspw. in der Pflege oder in der Informatik besteht.
    • Wenn wir älter werden heisst das nicht, dass wir auch länger leistungsfähig sind. Viele Arbeitnehmenden sind während ihrer Arbeitszeit einem viel stärken Druck ausgesetzt als früher und können schon vor dem ordentlichen Pensionsalter nicht mehr. Die frühzeitige Pensionierung können sich auch nicht alle leisten, weil sie mit Einbussen verbunden ist.
    • Es wird in Zukunft nicht mehr Arbeit geben, sondern eher weniger. Nicht in allen Bereichen, aber doch in einigen sind noch Produktivitätssteigerungen möglich. Und wo sollen dann die Menschen, die länger arbeiten sollen, beschäftigt werden?

    Dies ein paar Argumente für das Gespräch mit Leuten in eurem Umfeld, die der Meinung sind, dass es jetzt an der Zeit ist, dass Frauen du Männer gleich lange arbeiten. Wenn die Richtung nicht stimmt, ist auch jede vermeintliche «Gleichstellung» falsch.

  • Mit zwei neuen Publikationen rückt die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF junge Frauen* in den Fokus. In der aktuellen Nummer der Zeitschrift «Frauenfragen» sagen Aktivistinnen, warum ihnen Feminismus, Klima, Gewaltbekämpfung, Black Lives Matter, sexuelle Gesundheit, Queer Rights oder Care Arbeit wichtig sind. Zusätzlich liefert eine breite Literaturstudie Daten und Fakten zur Situation junger Frauen in der Schweiz. Hier findest du mehr Informationen.